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Für einen
revolutionären Wechsel des Steuersystems
70 Prozent aller in der Welt gedruckten Steuergesetze sind auf deutsch
geschrieben.
Halten Sie das für in Ordnung?
Glauben Sie, dass es auch nur einen Deutschen gibt, der das gesamte
deutsche Steuerrecht vollständig beherrscht?
Sicherlich nicht!
Dass sich etwas ändern muss, steht fest.
Es gibt sogar einen Vorschlag, wie dies in einem wahrlich revolutionären
Verfahren umgesetzt werden kann.
Die Lösung heißt APT und Prof. Dr. Edgar Feige, Wisconsin, hat dieses
System erdacht.
APT heißt Automatet
Payment Transaction, zu gut deutsch etwa "automatische Zahlweise".
Das System ist so einfach wie gerecht: Von jeder im elektronischen
Zahlungsverkehr durchgeführten Transaktion (Überweisung, Geldeingang,
Auszahlung, Zinsgutschrift usw.) werden 0,3% Steuer abgezogen.
Sämtliche anderen Steuern werden weitestgehend abgeschafft. Die Abgabe
einer Steuererklärung entfällt.
Die genannten 0,6% (also 0,3% beim Absender und Empfänger) reichen
völlig aus, um den gleichen Steuerbetrag wie bisher einzunehmen. Denken
Sie nur an die Großunternehmen, die Millionen und Milliarden Umsatz
haben, aber fast keine Steuern zahlen.
Da alle Menschen und Unternehmen gleichermaßen betroffen sind, wäre
dieses System mehr als gerecht.
Die angedachten 0,3% zahlt man doch gern, wenn man sich die
Mitgliedschaft im Finanzamt und unzählige Seiten Papier damit "erspart".
Möglicherweise reichen 0,3% auch nicht aus. Rechnen wir mal mit 0,5%.
Beispiele:
Man kauft ein Auto für 30.000 Euro und zahlt 150 Euro Steuern. Die selbe
Summe zahlt das Autohaus. Teurere Autos werden von Besserverdienern
gekauft, die dann auch höhere APT-Lasten tragen.
Man holt am Geldautomaten 500 Euro und dem Konto werden 502,50 Euro
belastet. 2,50 Euro gehen an den Staat als APT.
Zwei Argumente
kommen garantiert dagegen:
Nr. 1 - der naive Einwand: Dann hätten ja Gastwirte und Bäcker einen
Vorteil, weil sie viel Bargeld erhalten!
Antwort: Ja, es gibt einen minimalen Vorteil. Jedoch müssen auch die
"Bargeld-Branchen" ihre Rechnungen bezahlen und Löhne etc. zahlen.
Nr. 2 - der intelligente Einwand: Dann würden ja hunderttausende
Buchhalter, Steuerberater und Finanzamts-Beamte arbeitslos!
Antwort: Ja, das stimmt! Das Problem stellt sich insbesondere bei den
Beamten, die ja weiter Anrecht auf ihre Pensionen haben. Zumindest wären
keine neuen Verbeamtungen in diesem Bereich nötig.
Die Steuerberater werden möglicherweise zu Wirtschaftsberatern, um die
neue Konjunktur in die richtigen Bahnen zu lenken. Sicher würden viele
der Betroffenen im Controlling unterkommen.
Eine sehr
ausführliche Abhandlung zu diesem Thema lesen Sie
HIER.
online seit 30.04.2009
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