GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG
Die gesetzliche Krankenversicherung bietet heute teilweise nur noch eine Grundversorgung der Versicherten. Leistungen sind in den letzten Jahren regelmäßig gekürzt und Eigenbeteiligungen der Versicherten gleichzeitig erhöht worden.
Eine kurze Historie des Streichkonzertes in der gesetzlichen KV. Hier nur die wichtigsten Kürzungen:
1977: Nur noch 80% für Zahnersatz und Kronen (zuvor waren 100% selbstverständlich)
1982: Nur noch 60% für Zahnersatz und Kronen
1983: Wegfall Bagatell- und Reisemedikamente
1983: Zuzahlung Stationär 5,- DM pro Tag
1989: Nur noch 50% Zahnersatz + 10% Bonus
1989: Zuzahlung Stationär 10,- DM pro Tag
1989: Brillengestelle nur noch 20,- DM
1989: Keine ambulanten Fahrtkosten mehr
1990: Versteuerung von Krankengeld in der GKV
1993: Zuzahlungen für Medikamente 3,- bis 7,- DM
1995: Einführung der Pflegepflichtversicherung
1997: Zuzahlungen steigen auf 6,- bis 13,- DM
1997: Eigenanteil für Fahrtkosten 25,- DM je Fahrt
1997: Streichung Zahnersatz ab Jahrgang 1979 (Wiedereinführung im Jahr 1999)
1997: Keine Erstattung mehr für Brillengestelle
1998: Nur noch Festzuschüsse bei Zahnersatz
2001: Angleichung der Zuzahlungen in den NBL
2003: Gesundheitsreform 2004 sorgt für heftige Diskussionen
2004: Einführung einer Praxisgebühr (10 € /Qu.); keine Leistungen für Sehhilfen, höhere Zuzahlungen für Medikamente
2005: Zusatzbeitrag für Zahnersatz (anstelle Wegfall und geplanter Zusatzversicherung)
2005: Einführung eines Festzuschusses für Zahnersatz;
2005: Wegfall des Krankentagegeldes (gegen Zusatzbeitrag wieder einschließbar);
2005: Einführung eines Zusatzbeitrages für Kinderlose in der Pflegepflichtversicherung
2006: „Gesundheitsreform 2006/2007“: Neue Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen sind beschlossen
2007: Einführung der Versicherungspflicht für der GKV zuzuordnende Personen; erstmals erfolgt ein
nennenswerter Eingriff in die Tarifautonomie der PKV!
2009: Komplette Versicherungspflicht nach Einbeziehung von der PKV zuzuordnende Personen
2009: Start des Gesundheitsfonds mit gleichen Beitragssätzen für alle Kassen und möglichen Zusatzbeiträgen
2010: Erste Kassen verlangen Zusatzbeiträge; mit der City-BKK geht die erste Kasse in die Insolvenz
2011: Der Beitragssatz in der GKV steigt auf 15,5% und die Zusatzbeiträge werden nach oben hin geöffnet
Fortsetzung folgt!
Eine Besserung ist nicht zu erwarten. Leider kann sich die Mehrzahl der Bevölkerung nicht der GKV entziehen, weil sie die Zuganggsvoraussetzungen der PKV nicht erfüllen.
Für diese Versicherten arbeiten wir mit der Hanseatischen Krankenkasse (HEK) und der Pfalz-BKK zusammen, die zwar prinzipiell gleiche Leistungen und Beitragssätze wie alle anderen Krankenkassen haben, sich aber doch in bestimmten Punkten hervorheben.
Aktualisiert (Montag, den 23. Mai 2011 um 16:30 Uhr)




